[11-06-2008]

-[inspiration]-
Unter Inspiration (von lat.: inspiratio = Beseelung, Einhauchen von Leben, Ausstatten mit Geist) versteht man allgemeinsprachlich jene mentale Kraft, die neue Ideen hervorbringt. Inspiration bezeichnet häufig auch ein Erlebnis, das als Auslöser für eine neue Idee angesehen wird, z.B. die Begegnung mit einem Menschen, eine Reise oder ein Traum. Menschen, die Künstler inspirieren, nennt man Musen.
sign

[20-05-2008]

-[Theater]-
Gestern war ich das erste Mal seit langem im Theater.
Gespielte wurde Zigeunerjunge, ein Stück von Erik Gideon,
der auch Regie führte.

[Das Stueck:]
Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Auf der Bühne im muffigen Musikalienladen der Klingenbeks herrscht Verkaufsflaute, aber im Parkett steigt die Laune rasant. Vergeblich beschwört der ergraute Patriarch Dietmar Löfflers - er ist Darsteller und musikalischer Leiter in souveräner Doppelfunktion - mit dem Ivo-Robic-Oldie ein schöneres "Morgen".
Frau Helgas Nerven sind gespannt wie Violinensaiten. Das Elend der Ehe singt sich Marion Martienzen herzzerbrechend komisch mit Marianne Rosenbergs Ohrwurm "Du gehörst zu mir" von der Seele.
Sohn Ludwig Amadeus und Tochter Pauli erweisen sich als musikalische Blindgänger, klimpern im Duett erbarmungswürdig den "Valse triste". Aus Frust masturbiert Janning Kahnert mit schlauchartiger Tröte im flotten Radetzky-Marsch-Rhythmus, um sich dann bei Mama mit Heintjes "Du sollst nicht weinen" zu entschuldigen. Das hochtoupierte Schwesterlein (Katja Danowski) träumt bei "Schwanensee" von großen Sprüngen, erweist sich aber nur als flügellahme Gans im Tütü, entlädt ihre unterdrückte Wut dann mit den Fantastischen Vier.
Erik Gedeon und den großartigen Schauspielern gelingt es, in diesem ironisch traurigen Abgesang auf den traditionsstolzen Einzelhandel allein durch Auswahl und Interpretation der Songs die Beziehungen und Konflikte plastisch zu vergegenwärtigen und tragikomisch auszuspielen.
Mit dem Auftritt einer Viererbande vom Balkan kippt die Stimmung um 180 Grad. Strähnig die fettige Matte, Goldkettchen über nackter Brust, gibt Tim Grobe ihren Anführer. "Aillili" gellt aus rauer Kehle sein Kampfruf mit der Fanfare Ciocarlia. Razvan Sprk okkupiert mit seiner Sippe den halben Laden, kämpft wie die Klingenbeks ums Überleben und tränenschwer klagend mit dem übermächtigen Vaterbild. Beim "Sängerwettstreit" der gegnerischen Gruppen um den einzigen reichen Kunden (Achim Buch) entpuppt sich Grobe als stimmsaftiger Supermacho und hüftenschwingender Temperamentsbolzen. Er suhlt sich so sicher und sinnlich in den süffigen Melodien, als ob Rumänisch seine Muttersprache wäre. Nicht nur er wird von den hingerissenen Zuschauern mit Szenenbeifall für die Glanzleistung in kulturellem Fremdstudium belohnt.
Zahnlückig und verblüffend fingerfertig am Klavier begleitend, beeindruckt ebenfalls Philipp Otto als schlaksiger Piano-Schlurf. Authentisch wirken auch die rassigen Begleiterinnen Sandra Maria Schöner und Kristin Graf, deren Sexappeal und erotischer Groove den Klingenbeks die Kinnladen ausklinkt.
Natürlich spielen Regie und Darsteller mit den Klischees von den tanzenden, tobenden Zigeunern. Aber auch - um politisch korrekt zu sein - mit jenen von den drögen Deutschen. Blass und fad sind sie, kuchenmürb vor Selbstmitleid, halten schon Gugelhupf-Zerdeppern für einen leidenschaftlichen Ausbruch.
Gedeon beweist in seinem Liederabend: Alle Menschen ähneln sich, sie bewältigen nur unterschiedlich dieselben Probleme. Fressen die Nordlichter ihren Kummer masochistisch in sich hinein, agieren ihn die Südländer extrovertiert aus. Beide holen sich dabei blaue Augen oder blutige Nasen. Mit der Sprk-Sippe gelingt Gedeon nebenbei eine Parodie auf plakativ mit dem Exotismus spekulierende Popgruppen vom
Schlag Dschinghis Khan ("Haa Huu Haa"). Der "Zigeunerjunge" bietet jedoch viel mehr. Komödiantisch und musikalisch hinreißend, erfreut er durch die Utopie: Der Gesang und die Liebe vermögen vielleicht doch alle Grenzen zu überwinden und zur Versöhnung beizutragen.

aus Hamburger Abendblatt

Das Publikum war begeistert, das Ensemble wurde durch anhaltenden Applaus
immerwieder auf die Bühne geholt und musste mehrere "Zugaben" singen.

Ein rundum gelungener Abend, den wir in der Kantine des Schauspielhauses bei einem Glas Wein ausklingen liessen.
© 2008

[12-02-2008]

Probably me


cool

[13-01-2008]

-[platonisch]-
eine platonische Liebe ist wie ein
alkoholfreier Cocktail....
© 2008

-[ EDEGARU ]-


null

Lesen Sie schnell, denn nichts ist beständiger als der Wandel im Internet!

-[ Anita Berres ]-

-[ Visitoren ]-


-[ Du bist : ]-

Du bist nicht angemeldet.

-[ Beiträge ]-

nein normalerweise nicht...
nein normalerweise nicht .. aber momentan ist nicht...
edegaru - 24. Jun, 21:26
fehlt es dir an eben...
fehlt es dir an eben solcher? Mir schon :-) Das Miststueck
Miststueck1979 - 23. Jun, 22:35
-[inspiration]-...
-[inspiration]-...
edegaru - 11. Jun, 12:41
platonisch
-[platonisch]-...
edegaru - 20. Mai, 09:51
-[Theater]-...
-[Theater]-...
edegaru - 20. Mai, 09:31

-[ Archiv ]-

Juli 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 

-[ Wetter ]-

Aktuelles Wetter in Hamburg:


Temperatur: 15 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 100 %
Sichtweite: 10.0 km
Luftdruck: 1009.1 mb
Windstärke: 5 km/h

Weather data provided by weather.com

-[ Suche ]-